Geusen




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Aktuelles

Wegen der zunehmenden Impfquote unter den älteren Pimpfen und der vorausgegangenen vollständigen Immunisierung der Gruppenleiter*innen, ist nun ein Gruppenleben im realen Format wieder möglich. Es finden alle Gruppenstunden wieder in Präsenz in der Baracke statt und auch Fahrten sind in Stamm und Gruppen – mit entsprechenden Hygieneregeln – geplant.

Winterthing 2021

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Der Stamm

Den Stamm Geusen gibt es seit dem Beginn der Pfadfinderei in Nordbaden, nach dem Zweiten Weltkrieg. Als selbständige Untergliederung des PbN stehen wir in der Tradition der Jugendbewegung und unseres Bundes, haben aber als Stamm auch unseren eigenen Charakter.

So gibt es im Stamm meist mehrere Sippen – derzeit drei – in unterschiedlichem Alter. Die Sippen/Gruppen machen regelmäßig ihre Gruppenstunden in unserem Heim, der „Baracke“ im Neuenheimer Feld, Heidelberg. Es gibt regelmäßig kleiner Wochenendfahrten auf die Hütten des Bundes und längere Fahrten im Sommer, die sogenannten Großfahrten. Meistens sind das Wanderfahrten, Fahrrad- oder Kanutouren,  aber auch Segeltörns – für die Älteren – auf den bündischen Segelschiffen Whydah und  Mytilus in Nord- und Ostsee. Es geht eben ums Draußen- und Unterwegssein.

Manchmal muss auch ein richtiges „Abenteuer“ her, und so gibt es zum Beispiel eine kleine „Tradition“ von  Kothenfahrten im Winter in Eis und Schnee, meist über ein Wochenende.

Unsere Hütte, eine einfach Fahrtenhütte ohne Strom, mit Wasser aus der Pumpe und einem offenen Kamin, ist die „Trollburg“ bei Nußloch. Sie ist nah genug für kleine Fahrten und neben einem alten Kalkofen auf einem großen Grundstück gelegen. Auch hier stehen immer Projekte an, zum Werkeln, Bauen und Sanieren.

Wichtig ist uns das gemeinsame Singen am Feuer; die meisten lernen in der Gruppe zumindest die Grundzüge des Gitarrenspiels ­– und ganz viele Lieder – , das Reisen und die Begegnung mit anderen Menschen. 

Die Verbundenheit in der kleinen Gruppe, entstanden in den langen Jahren des gemeinsamen Lebens und Erlebens, draußen auf Fahrt, ist ein wesentliches Merkmal unserer Gruppenarbeit. Es entstehen Verbindungen und Freundschaften, die oft ein Leben lang halten und wirken.

Gemeinsame Lager, wie das jährliche Pfingstlager und Winterlager im Bund, das Großfahrtenabschlusstreffen (GAT) des RjB [1] Baden-Württemberg oder die seltenen großen überbündischen Treffen, sind uns wichtig und da sind wir immer dabei!

Unser Gruppenleben fängt ca. mit 10-12 Jahren an –  jüngere Kinder sind meist noch nicht selbstständig genug für Fahrten. Die Gruppenleiter*innen sind selbst noch relativ jung und jugendlich, meist 16 bis 20 Jahre. Ältere Erwachsene sind nicht direkt im Gruppenleben aktiv,  bleiben dem Stamm aber auf Lagern und Älterenfahrten erhalten.


[1]=Ring junger Bünde

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Aktive Gruppen

Neue Gruppe

Wir sind eine kleine Gruppe des Pfadfinderbundes Nordbaden (PbN) vom Stamm Geusen und haben uns 2018 gegründet. Die Gruppe besteht aus Mädchen und Jungen im Alter von 8-14 Jahren. Einmal in der Woche treffen wir uns zu Gruppenstunden und zwei bis dreimal im Jahr machen wir größere Fahrten, auf denen wir zum Beispiel segeln, wandern, oder Kanu fahren und draußen unterwegs sind.

Geleitet wird die Gruppe von ruffy, Navayos und fion

Ansprechpartner:

fion (Sebastian Bürger)
sebastian.buerger25@gmx.de

Phönix

Die Gruppe Phönix gibt es seit ca. 6 Jahren. Am Anfang wurde sie von Jorin geleitet, der aber umziehen musste, da er nun studiert. Geleitet wir die Gruppe jetzt von Fénja und Lujan. 

Die Gruppenkinder sind zwischen 8 und 16 Jahre alt und wir sind etwa gleich viele Jungs wie Mädchen.

Was machen wir: Die Gruppenkinder dürfen selbst  entscheiden worauf sie Lust haben, diese Wünsche versuchen wir dann so gut es geht umzusetzen. Meistens spielen wir draußen Spiele, wo sich die Kinder austoben können, aber wir haben auch die Möglichkeit etwas indoor zu machen.

Wir freuen uns sehr, wenn neue Gruppenkinder kommen wollen. Willkommen ist Jede und Jeder, zwischen 8 und 16 Jahren.

Ansprechpartnerin:

Fenja (Hannah Baumert)
hannahbaumert@posteo.de

Kataramane

Entstanden November/Dezember 2011, hat diese Gruppe eine ganz schöne Entwicklung durchgemacht. Anfangs war auch sie eine Gruppe, primär auf Pimpfe ausgelegt, sie hat sich allerdings mit dem wachsenden Alter eben jener Pimpfe, zu einer basisdemokratischen Fahrtengemeinschaft gewandelt. Wer sich also eine Älterengruppe ohne klaren Gruppenleiter*in und Gruppenstunden wünscht, die mehrmals im Jahr interessante Fahrten macht, zum Beispiel segeln in Schweden oder wandern im Tiefschnee, der ist hier genau richtig!

Ansprechpartner:

Lujan (Hannes Morgenthaler)
geusen-pbn@gmx.de

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Geschichte

Geusen

(aus dem Niederländischen: „geuzen“; Wortwurzel vom Französischen „Le Gueux“= Die Bettler)

Der Begriff „Geusen“ stammt aus dem niederländischen Freiheitskampf im 16. Jahrhundert.

Niederländische Freiheitskämpfer*innen, die sich gegen die spanische Herrschaft zur Wehr setzten, wurden vom spanischen Adel abfällig als „Le Gueux“ (=Die Bettler) bezeichnet. Die Aufständischen übernahmen diesen Namen – der, der Legende nach, auf einem Fest entstanden sein soll – und nannten sich stolz „Geusen“.
Mit dem Massaker von Waterloo (1566),  der unter dem Befehl des Herzogs von Alba (damals Spanien) verübt wurde, begann der, mit Waffen geführte, Konflikt zwischen aufständischen Flämen und der spanischen Krone.
Mit viel Willensstärke, einem großen Kriegsethos sowie einem hohen Blutzoll, eroberten die „Geusen“ im 80-jährigen Krieg (1568-1648) die Provinz Holland und andere niederländische Landteile auf See („Wassergeusen“) sowie zu Land („Landgeusen“) nach und nach, wodurch die Niederlande mit dem Ende des Krieges die Unabhängigkeit von Spanien erlangen konnte.[1]

In der Jugendbewegung hatte der Name Geusen wegen des geschichtlichen Hintergrundes eine lange Tradition. Viele Stämme und Gruppen wurden damals so genannt.

Geschichte der Geusen (1947 bis 2021)

Die Gründung der Geusen

Rolf Beulke, der Urvater der Geusen, kam nach dem Zweiten Weltkrieg in eine Heidelberger Pfadfindergruppe. Er beschloss in der damaligen Aufbruchstimmung relativ früh eine eigene Pfadfindergruppe zu gründen, deren „Gruppenführer“ er dann auch war.

Im Jahr 1947 gründete Beulke in Heidelberg eine Pfadfindergruppe, die er „Geusen“ nannte, woraus später der Stamm erwuchs. Die Geusen waren eine Gruppe in der Landesmark Nordbaden des Bundes Deutscher Pfadfinder,wie viele Pfadfindergruppen aus der Region auch.
Im Jahre 1961, bei der Gründung des Pfadfinderbundes Nordbaden, traten die Geusen, als Teil des „Horst Heidelberg(s)“ zusammen mit vielen anderen Gruppen und Stämmen, dem neuen Bund bei.

50er und 60er Jahre

Ab 1947 bis Mitte der 50er Jahre, war Rolf Beulke das Oberhaupt des Stammes und war bei allen hoch angesehen. Allerdings führte seine Autorität auch zu Konflikten.
Die Geusen waren zu dieser Zeit noch eine reine Jungen-Gruppe, was starke Konflikten in den gruppeninternen Hierarchien hervorrief.
1953 verfasste Rolf Beulke eine Anklageschrift, in der er Gruppenmitglieder der „Meuterei“ beschuldigte und sie aus der Gruppe stieß.
Zuvor hatten mehrere Akteure in einer offenen „Palastrevolution“ versucht Rolf als „Gruppenführer“ zu verdrängen. – Dies scheiterte und so blieb Rolf im Stamm die oberste Instanz.

Zu dieser Zeit wurden vor allem viele neue Orte in der Region entdeckt, Hütten gepachtet und große Fahrten in ferne Länder waren in fast jedem Jahr anzutreffen.

Die kleineren Wochenendfahrten gingen meist auf den Königsstuhl (HD) zur Kalkteich-Hütte, die vor allem im Winter sehr beliebt war, da es dort viel Schnee gab, zum Skifahren.
Im Sommer kamen Fahrten zum Neckarhäuser-Hof in Mode, auf dem die Gruppe einen alten, in einem Steinbruch abgestellten, Eisenbahnwagon zum Schlafplatz umgebaut hatte; so blieb der Neckar zum Baden im Sommer ein wahres Paradies.

1955 entdeckten die Geusen auf dem Rückweg einer Schwarzwaldwanderung, worauf ein erstmaliger Besuch auf der Minneburg folgte, die Stallhütte (nahe der Minneburg), die Rolf mit seinem Verhandlungsgeschick beim zuständigen Forstamt Neckargerach als Wochenendhütte der Gruppe zugänglich machte.
Ein Jahr später folgte eine Hütte im nußlocher Steinbruch (Vorläufer der Trollburg), die direkt am Rand des Bruches lag und schließlich wegen Absturzgefahr nicht mehr benutzt werden durfte.
In dieser Zeit flammte die Idee auf das schon bestehende Hüttchen am alten Kalkbrennstand zu pachten (Trollburg heute), was aber scheinbar noch nicht möglich war.
Erst Mitte der 60er Jahre bekamen die Geusen die Möglichkeit das Grundstück beim alten Kalkbrennofen zu pachten; diese Hütte gibt es bis heute und sie ist ein beliebtes Fahrtenziel.

Aber auch größere Fahrten fanden ihren Platz in dem großen Erlebniskalender der Geusen der 50er Jahre. Die Großfahrten gingen nach:
1955: Jugoslawien (heutiges Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzigowina, Serbien, Kosovo, Montenegro und Mazedonien)
1956: England
1957: Griechenland
1958: Finnland

Auf der Großfahrt nach Finnland gab es Unstimmigkeiten zwischen älteren und jüngeren Gruppenmitgliedern, die sich dann auf der Silvesterfahrt (Minneburg) Ende des Jahres entluden.
Im Frühjahr 1959 verließ die Gruppe der Jüngeren ­­– geleitet von Rüdiger Lichtentaler –  die Geusen geschlossen und gründete eine eigene Gruppe, die sich Raubfischer nannte.  Es sollte nicht die erste Abspaltung bleiben.

Die Raubfischer waren keine große Gruppe, wurden aber selbstverständlich als eigener Stamm 1961 in den PbN eingegliedert und existierten bis 1967.

England (1960), Spanien (1962), Schottland (1963) und im VW-Bus in die Türkei (1964) blieben die großen Highlights dieser Zeit.

Der Stamm der Raubfischer blieb, neben den Geusen, auch in den 60er Jahren sehr aktiv und unternahm viele Fahrten in der Region, aber auch in anderen Ländern dieser Welt.

70er und 80er Jahre

Ende 1969 wurde von Herbert (Hippot), einem Älteren aus Heidelberg, eine Sippe in Wiesloch gegründet, aus der dann viele Gruppenleiter*innen der nächsten Jahre hervorgingen. Schon vorher gab es eine Älterengruppe in Nußloch und Leimen. Die Gruppe war also aus Heidelberg hinausgewachsen.

In den 70er Jahren gab es dann jedes Jahr eine mindestens vierwöchige Großfahrt abwechselnd nach Norden oder Süden. Zum Beispiel nach Schweden, Sardinien, Finnland, Rumänien, Irland – überall in Europa waren die Geusen unterwegs.

Inzwischen war noch eine Sippe auf dem Emmertsgrund dazu gekommen und eine weitere Jüngeren-Sippe in Heidelberg. So waren immer mehrere Großfahrtengruppen unterwegs, da der Stamm jetzt für eine Gruppe auf Fahrt zu groß war.

Neben den Großfahren gab es unzählige Wochenendfahrten, meist auf die Trollburg. Dort wurde laufend und fleißig gebaut und renoviert. Später gab es dann dort sogar Wohnwochen, das heißt man machte „Ferien“ in der Schulzeit und fuhr morgens von dort in die Schule.

Auch überbündisch war man damals erstmals sehr aktiv, es wurden die Großfahrtenabschlusstreffen (GAT) des RjB[2] Baden-Württemberg immer besucht und 1977 war der Stamm mit einer Teejurte auf dem Überbündischen Treffen (ÜT) auf dem Allenspacher Hof vertreten. Es war auch die Zeit, als im Stamm die Qualität des Singens so gesteigerte wurde, dass man sich traute an überbündischen Singewettstreiten teil zu nehmen.

Zu Beginn der 80er gab es dann den Zusammenschluss von „Bünde in Gemeinschaft“ und 1982 das legendäre Hahnenbachlager, das den Bund und auch den Stamm stark prägten. Der Stamm empfand sich, und war damals, durchaus ein aktiver Teil in der Zeit der bündischen Renaissance in den frühen 80er Jahren.

1979 kam es zur Abspaltung eines Teils des Stammes und es entstand die Gruppe Zentrifugen mit Schwerpunkt in Wiesloch. Stilfragen, unterschiedliche Arten von Führung und Verbindlichkeiten spielten eine Rolle im Hintergrund. Und natürlich — wie immer bei bündischen Spaltungen — ging es auch um Gruppenleiterpersönlichkeiten, die Dinge eben selbst machen wollten. Da in der Zeit auch in der ältergewordenen, gemischten Gruppe Beziehungen entstanden und bestanden, wirkte sich auch das auf das Gruppenleben aus.

Manchmal führte das zu zusätzlichen Konflikten, wie sie bei der Abspaltung der Zentrifugen eine Rolle spielten, manchmal aber auch zu Ehen und Kindern, die zum Teil immernoch bestehen und ihre Verbindung in den Bund und den Stamm haben. So ist der Stamm auch Lebensbund und es gab im Lauf der Zeit mit den Freunden und Freundinnen aus dem Stamm Wohngemeinschaften, regelmäßige Heimabende etc. Diese waren oft über mehrere Jahre wichtige soziale Zentren des Stammes und auch des Bundeslebens.

Auch die politischen Bewegungen der Zeit, wie die Friedensbewegung, prägten Stamm und Bund. So nahmen die Älteren gemeinsam an Demonstrationen und zum Beispiel Menschenkette teil.

In den Jahren von 1978 bis 1986 waren die Geusen ein prägender Stamm im Bund. Aus dem Stamm kamen die ersten Sprecher*innen und besondere Aktivitäten, wie die Schneejurtenlager oder die außereuropäischen Älterenfahrten nach Marokko und später in die Türkei, wurden aus dem Stamm initiiert und dann im Bund weiterentwickelt.

Ab Anfang der 80er Jahre, anfänglich stark durch die Wikinger initiiert, entstand auch die Beziehung zu den bündischen Segelprojekten wie dem Verein rund um die  Falado  oder die Mytilus. Viele Gruppen aus allen Teilen des Bundes waren dort regelmäßig zu Gast und fast jede Geusen-Generation war mindestens einmal segeln, zuletzt 2019 in Mittelschweden auf der Whydah, dem Nachfolgeschiff der Falado.

90er und 2000er Jahre

Anfang der 90er Jahre war der Stamm sehr groß. Es gab zeitweise 7-8 Sippen mit jungen Gruppenleiter*innen. Die Debatten drehten sich viel um Stilfragen, wie man auf Fahrt geht, aber auch darum, wie Gruppe gemacht wird. Da gab es eine große Bandbreite an Stilen, da die Gruppenleiter*innen jeweils individuell ihre Sippen prägten und in gewisser Weise auch beeinflussten.

2000 bis heute

Später wurde der Stamm dann kleiner. Es gab meist noch zwei bis drei Gruppen, aber weiterhin jeweils, wenn auch kürzere, Großfahrten. Segeltörns waren wichtige Erlebnisse, aber auch Kanutouren und die „normalen“ Wanderfahrten mit Kothe und Rucksack. Eine Form der Fahrt, die in der Gruppe „Kataramane“ ihre Renaissance feierte, ist die „Wochenend-Winterfahrt“, mit Schneeschuhen, Kothe, Rucksack und vielen warmhaltenden Kleidern.

Und natürlich bleibt der überbündische Blick, in der kleiner gewordenen Szene. Schon traditionell ist jemand aus dem Stamm im Vorstand des RjB Baden-Württemberg. Beim großen Jubiläumsmeißnerlager 2013 (100 Jahre) und beim Überbündischen Treffen (ÜT) 2017 waren die Aktiven des Stammes dabei. Auch Gruppenleiter*innenlehrgänge (GLL) und Großfahrtenabschlusstreffen (GAT) bleiben feste Konstanten in den Gruppen der Geusen.

In vielen Formen, der Fahrt in die Ferne und auf die Hütten in der Nähe, des gemeinsamen Draußenseins, ohne Komfort, den langen Singerunden an nächtlichen Feuern, den kleinen und großen Abenteuern, hat sich nicht wirklich viel in der über 70 jährigen Geschichte des Stammes verändert.

Auch in der neueren Vergangenheit zeigte und zeigt sich der Stamm äußerst politisch.
So sind Demonstrationen bei „Fridays for Future“ und der „Seebrücke“ auch ein wesentlicher Teil der Älterenaktivitäten, die nicht nur stammesintern, sondern auch mit Sturmreitern und auch anderen Bünden regelmäßig getätigt werden.

Aktuell begibt sich die Geschichte der Geusen in ein neues, sehr ungewöhnliches Umfeld ­– ins Internet! Alle Gruppenstunden finden seit der Corona-Pandemie (seit 2019/2020) nur noch online statt und ein auf Fahrt gehen ist und bleibt ein seltenes Glück. Aber die Zeit wurde auch für neue Dinge genutzt: Eine Geusen-Homepage wurde erstellt, Kissen für die Trollburg genäht und die wöchentlichen Gruppenstunden werden – trotz Online-Meetings – mit viel Begeisterung geführt und erlebt.

Traditionen und Symbole der Geusen

Das Zeichen
Das sogenannte „Geusen-G“ hat seine Wurzeln in den altertümlichen Sprachen und Zeichen. Es stammt vermutlich aus den Runen der Germanen.
Dass auch die Nationalsozialisten ab 1933 solche Runen nutzten, ist bekannt, allerdings distanziert sich der Stamm Geusen, wie der Bund PbN, klar vom Missbrauch solcher Symbole für ideologische Zwecke!


Halsstuch
Farben Grau-Rot:
Diese Farben stammen von den Ordenmänteln des Deutschen Ritterordens; die rote Einfassung entspricht der Farbe des Georgskreuzes.
Tusk (Eberhard Koebel) machte aus ihnen die Farben der Deutschen Jugenschaft, (DJ 1.11) die er am 1.11.1929 gründete.[3] Die Farbkombination ist in der bündischen Jugend allgemein weit verbreitet.


Tradition Thing
Dieser Begriff kommt aus dem Germanischen (ca. 90 v. Chr. – 774 n. Chr.)[4]: Dort versammelten sich alle freien Männer eines Stammes zu einer Volksversammlung, oder einer Gerichtshandlung. Diese Versammlungen wurden als „Thing“ bezeichnet.
Zusammengelegt wurde dieser Charakter der Volksversammlung mit dem keltischen Fest der Wintersonnenwende, am 21. Dezember. Die Wintersonnenwende bezeichnet die tiefste, beziehungsweise längste Nacht eines Jahres (die sogenannte „Mutternacht“) und war für die Kelten (ca. 800 v. Chr. – ca. 52 v. Chr.)[5] das Fest, indem sie die Wiedergeburt des Sonnenkindes in einer stillen Nacht feierten. Es gilt als Vorläufer des christlichen Weihnachtsfests. Die Feier beinhaltete auch den Brauch, über ein Feuer zu springen, um sich von allen Sünden und bösen Geistern, die einen das Jahr über in ihrem Bann hatten, zu lösen, beziehungsweise sich rein zu waschen. Dieser Akt wird heute nur noch symbolisch ausgeführt.
Heute ist das Thing die Mitglieder*innenversammlung des Stammes, das traditionell zur Wintersonnenwende auf der „Trollburg“ einmal im Jahr stattfindet.


[1]Quelle: Wikipedia „Geusen“, aufgerufen am 22.1.2021

[2] = Ring junger Bünde

[3]Quelle: Scout-o-wiki, aufgerufen 22.1.2021

[4]Die Zeiträume können je nach Perspektive varriieren. Beginn: erstmalige Unterscheidung von Kelten und Germanen; Ende: die Eroberung der langobardischen Gebiete durch Karl den Großen.

[5]Erstes Zeitalter ab dem Ende der Eiszeit bis zur Ausbreitung der keltischen Kultur  (ca. 800 v. Chr.- 450 v. Chr.) – Hallenstattkultur/-zeit.
Zweites Zeitalter der Kelten ist Latenekultur/-zeit (450 v. Chr – 52 v. Chr.)
Als Ende des keltischen Zeitalters wird hier die Eroberung Cäsars von Gallien definiert, der so die keltischen Handelbeziehungen abschneidet und große Teile der keltischen Stämme zu Grunde richtet und vernichtet.

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Kontakt

Ansprechpartner*innen der Gruppen:

Neue Gruppe:
fion (Sebastian Bürger)
sebastian.buerger25@gmx.de


Phönix:
Fenja (Hannah Baumert)
hannahbaumert@posteo.de


Kataramane:
Lujan (Hannes Morgenthaler)
geusen-pbn@gmx.de


Die Adresse der Bracke ist die Tiergartenstraße 13 in 69120 Heidelberg (am Tiergartenschwimmbad)

Ansprechpartner Trollburg:

Schmiro (Jörg Schmidt-Rohr)
jschmidtrohr@googlemail.com
+49 173 300 8579

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